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Report 2026

Was uns 85.730 Nachrichten zur Kaltakquise gezeigt haben

E-Mail oder LinkedIn, welche Kontaktaufnahme wirkt, was Interessenten tatsächlich antworten und welche Mythen den Daten nicht standhalten.

Charles Perret, devlo.ch Daten: 85.730 Nachrichten und 4.812 Antworten, 250 Kampagnen, 13 Kundenkonten, April 2024 bis März 2026.

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Alle Zahlen sind beschreibend. In keiner Kampagne dieses Datensatzes wurden zwei Varianten nach dem Zufallsprinzip verglichen. «Steht im Zusammenhang mit» bedeutet daher niemals «verursacht». Eine Regel wird nur beibehalten, wenn sie in zwei getrennten Stichproben in dieselbe Richtung weist.

1. Bei denselben Interessenten entstehen über LinkedIn mehr Gespräche

2.914 Interessenten erhielten sowohl eine LinkedIn-Nachricht als auch eine E-Mail zur Kaltakquise.

3 von 4

Von den Interessenten, die Ja sagten, taten dies 3 von 4 auf LinkedIn. Nur 1 von 3 sagte per E-Mail Ja (einige auf beiden Kanälen).

LinkedIn erhält aber auch mehr Absagen: 5,5 % negative Antworten pro Nachricht gegenüber 1,6 % bei E-Mails. Zudem gehörten rund 4 % der LinkedIn-Profile Personen, die das Unternehmen bereits verlassen hatten. Nutzen Sie beide Kanäle: Sie erreichen unterschiedliche Personen.

2. Die meisten Zusagen entstehen im Gespräch, nicht in der Kontaktsequenz

2 von 3

Fast 2 von 3 als «interessiert» eingestuften Antworten waren nicht die erste Antwort. Die Person hatte zunächst eine Frage gestellt, an einen Kollegen verwiesen oder «nicht jetzt» gesagt. Jemand antwortete manuell, und die Zusage kam später.

Die Kontaktsequenz öffnet die Tür. Im Gespräch werden Einwände geklärt und Termine vereinbart. Wie schnell Ihr Team auf eine Antwort reagiert, die keine Zusage ist, zählt genauso viel wie die Kontaktsequenz selbst.

3. Was die einzelnen Kontaktaufnahmen bewirken

E-Mail, kumulierter Anteil aller Interessensbekundungen je Kontaktaufnahme: Kontakt 1, 35 %; Kontakt 2, 52 %; Kontakt 3, 82 %; Kontakt 4, 90 %; Kontakt 5, 96 %.

  • Die zweite E-Mail ist die schwächste. Sie hat das schlechteste Verhältnis von Absagen zu Zusagen und doppelt so viele Abmeldungen wie die erste. Diese E-Mail sollten Sie überarbeiten.
  • Auf LinkedIn sollten Sie nach zwei Nachrichten aufhören. Das Verhältnis von Absagen zu Zusagen steigt nach der zweiten Nachricht von 5 auf 12.
  • Eine bereits verwendete Kontaktliste erneut anzuschreiben funktioniert nicht. Eine «neue» Kampagne an bereits kontaktierte Personen erzielte 0,07 % Interesse, gegenüber 0,32 % bei einem tatsächlichen Erstkontakt.

4. Eine Handlungsaufforderung übertraf alle anderen

Nach der zuständigen Person zu fragen («Wer kümmert sich bei Ihnen darum?») stand mit 3- bis 4,5-mal mehr Interesse im Zusammenhang. Dies war das einzige Merkmal einer Handlungsaufforderung, das sich in beiden Stichproben bestätigte.

Merkmale ohne messbaren Effekt: nach einem Zeitfenster fragen, um eine Meinung bitten, ein P.S., ein Link oder Video im Nachrichtentext und eine Frage am Schluss.

5. Kurz schlägt lang

  • Betreffzeilen mit 1 bis 4 Wörtern schnitten etwa 2,6-mal besser ab als solche mit 5 oder mehr Wörtern.
  • E-Mails mit 150 oder mehr Wörtern: 0 Interessensbekundungen bei 4.859 versendeten E-Mails.

6. Was Interessenten tatsächlich antworten

Erste AntwortE-MailLinkedIn
Bereits versorgt24%16%
Klare Absage16%14%
Verweis an einen Kollegen15%16%
Zu früh9%8%
Interesse9%7%
Nicht betroffen8%15%

Der Preis ist fast nie der Einwand: Er macht weniger als 2 % der genannten Gründe in negativen Antworten aus. Der bestehende Anbieter dagegen wird etwa in jedem dritten Fall genannt. Eine Nachricht, die nicht erklärt, wie Sie sich von der bereits genutzten Lösung unterscheiden, stellt die falsche Frage.

7. Mythen, die den Daten nicht standhalten

  • «Versenden Sie am Montag oder Dienstag.» Kein Unterschied, der sich über die Stichproben hinweg bestätigt.
  • «68 % der Antworten sind Absagen.» Diese Zahl stammte aus einem Abgleich von Schlüsselwörtern. Bei korrekter Auswertung: 43 % negative Antworten, 14 % Interesse, 2,3 % Abmeldungen.
  • «Öffnungsraten zeigen, was funktioniert.» Rohe Öffnungsereignisse zählen erneute Öffnungen mehrfach (57 % roh gegenüber 28,8 % tatsächlich in einem Kundenkonto), und Tracking-Pixel können monatelang keine Signale liefern.

Wie wir diese Erkenntnisse nutzen

devlo betreibt Neukundenakquise für B2B-Unternehmen in der Schweiz und in Europa. Mit diesen Erkenntnissen gestalten wir die Kampagnen für unsere Kunden. Wenn Sie wissen möchten, was sie für Ihren Markt bedeuten, bieten wir auf devlo.ch eine kostenlose Analyse Ihres Potenzials an qualifizierten Interessenten an.

Methode: Lemlist-Export vom 4. März 2026, 13 Kundenkonten. Die Antworten wurden von einem Sprachmodell klassifiziert und anhand einer geschichteten Stichprobe von 220 Antworten manuell geprüft (86,8 % Genauigkeit; Präzision und Trefferquote für «Interesse» jeweils 0,96). Manuelle Nachrichten nach einer Antwort wurden aus den Nennern entfernt. Zur Validierung zurückgehaltene Stichprobe: 3 Kundenkonten, 22 % der Antworten. Das vollständige Protokoll ist auf Anfrage erhältlich.